+++ Ticker Apfelblüte +++

+++ Ticker Apfelblüte +++

11.05.2018 - In unserem Ticker zeigen wir Ihnen den aktuellen Stand der Apfelblüte, dargestellt am Beispiel der Sorte Alkmene.

Bei den meisten Blüten ist der Fruchtknoten eine Woche nach der Blüte bereits deutlich vergrößert. Mit viel Phantasie kann man bereits winzige "Äpfelchen" erkennen. Durch das sonnige Wetter wurde dieses Jahr ein großer Teil der Blüten bestäubt. Die meisten Bäume tragen infolge dessen momentan noch weit mehr Früchte, als sie zur Reife bringen könnten. Sie gehen daher strategisch vor: Nur Früchte mit einem hohen Anteil befruchteter Samenanlagen werden weiter ausgebildet. Früchte, die wenige oder gar keine Samen ausbilden würden, stellen für den Baum ein Verlustgeschäft dar und werden daher schon frühzeitig abgeworfen (hier im Bild anhand des gelben Stiels erkennbar). Man spricht vom "Nachblütefruchtfall".

(Dieser Apfelbaum wächst auf der Streuobstwiese unseres Pomologen Sebastian Grünwald im Landkreis Freising in Oberbayern.)

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08.05.2018 / Ende der Blüte:
Für dieses Jahr ist die Obstblüte praktisch vorüber. Auch die letzten Nachzügler haben zwischenzeitlich ihre Kronblätter abgeworfen. In den nächsten Tagen wird es spannend, wie viele Blüten sich zu Früchten weiterentwickeln werden. Voraussetzung dafür ist zunächst die erfolgreiche Befruchtung der Samenanlagen im Fruchtknoten. In der Regel wird durchaus nicht jede Blüte bestäubt und nicht jede bestäubte Blüte wird auch befruchtet, so dass sich der Fruchtansatz in diesem Stadium ein erstes Mal ausdünnen wird.

03.05.2018 / Abgehende Blüte:
Wie alles Schöne, so sind auch die Blüten des Apfels vergänglich. Ein Teil der Blüten hat seinen Zweck bereits erfüllt und ist innerhalb einiger Tage abgeblüht. Beim Abfallen geben die Kronblätter den Blick frei auf die sternförmig ausgebreiteten Kelchblätter. Diese bleiben im Gegensatz zu den Kronblättern erhalten und sind später auch am reifen Apfel zu finden. Während wir noch den Anblick und den Duft der verbleibenden Blüten genießen, geht die Entwicklung in den bestäubten Fruchtknoten bereits weiter.

30.04.2018 / Vollblüte:
Bei Tagestemperaturen von bis zu 27° C haben sich die Bäume in kürzester Zeit in ein weißes Blütenmeer verwandelt. Nicht nur die Alkmene, auch andere Sorten, die normalerweise deutlich später dran sind, blühen dieses Jahr praktisch gleichzeitig. Da niemals alle Blüten eines Baumes zur selben Zeit blühen, spricht man von Vollblüte, sobald 50% der Blüten geöffnet sind. Für die kommenden Tage sind stabile, aber nicht mehr ganz so heiße Temperaturen vorhergesagt, so dass wir auf eine langanhaltende Apfelblüte und beste Bestäubungsverhältnisse hoffen können.

25.04.2018 / Zentralblüte:
Die größte Blüte in der Mitte des Büschels ist vollständig aufgeblüht. Die übrigen Blüten werden nun im Laufe einiger Tage eine nach der anderen folgen. Indem nicht alle Blüten auf einmal geöffnet sind, wird sichergestellt, dass auch bei zeitweise schlechtem Wetter hinreichend viele Fruchtansätze gebildet werden können. Im Zentrum der Blüte werden die gelben Staubbeutel und der grüne Griffel des Fruchtknotens sichtbar. Mit dem Nektar an der Basis des Griffels (hier nicht zu sehen) offeriert die Blüte eine attraktive Belohnung für bestäubende Insekten. Apfelblüten sind im Vergleich mit anderen Blütenpflanzen eine sehr ergiebige Nektarquelle und werden entsprechend gerne angeflogen.

24.04.2018 / Ballonstadium:
Die Kelchblätter haben die Kronblätter, welche in der Blütenknospe noch dicht gepackt lagen, endgültig freigegeben. Die Kronblätter strecken und entfalten sich zunehmend und bilden nun quasi eine Kuppel unter der die wichtigsten Teile der Blüte, die Staubbeutel und der Fruchtknoten Platz für ihre Entwicklung finden. Weil die auf ihrem Stiel sitzenden kugeligen Blütenköpfe an einen Strauß bunter Luftballons erinnern, haben kreative Botaniker dieses Entwicklungsstadium „Ballonstadium" getauft.

23.04.2018 / rote Knospe:
Wegen des sonnigen Wetters haben sich einige Blüten bereits noch weiter entwickelt. Meist sind dies die Blüten in der besonders gut belichteten Gipfelregion des Baumes und die Blüten an der Spitze eines Triebes. Indem der Blütenstiel in die Länge wächst, wird Platz geschaffen für das baldige Aufblühen. Die Kelchblätter der Blütenknospen geben nun zusehends den Blick frei auf die zartrosa gefärbten Kronblätter, die eigentlichen Blütenblätter. In diesem Stadium spricht man daher von "roter Knospe". Meist ist die zentral stehende Blüte eines Büschels besonders groß und ihren Schwestern einen Schritt voraus. Sie wird später in der Regel den größten Apfel bilden.

20.04.2018 / grüne Knospe:
Durch die ungewöhnlich warmen Temperaturen schreitet die Natur in unserer Region derzeit im Rekordtempo voran. Die meisten Blüten an der Apfelsorte Alkmene befinden sich bereits im Stadium "grüne Knospe". Die Blüten ragen nun vollständig aus den Hüllblättern hervor und beginnen, sich voneinander zu lösen. Man kann nun leicht erkennen, wie viele Einzelblüten das Büschel enthält. Rings um die Blüten entfalten sich auch die Hüllblätter mehr und mehr und beginnen mit der Photosynthese. Ihr zartes Grün liefert dem Baum die erste Nahrung in der neuen Saison.

13.04.2018 / Mausohrstadium:
Nach einigen warmen und sonnigen Tagen haben die Bäume einen ordentlichen Entwicklungssprung gemacht. Die Apfelblüten wachsen nun sichtbar jeden Tag und schieben sich aus ihren Hüllblättern heraus, die sie dabei zur Seite drücken. Blätter und Blüten sind in diesem jungen Stadium von einem dichten Flaum bedeckt, der sie vor Umwelteinflüssen schützt. In ihrer Form und vor allem ihrer Behaarung wegen erinnern die nur einen knappen Zentimeter großen Hüllblätter an die Ohren einer Maus, weshalb kreative Botaniker dieses Entwicklungsstadium "Mausohrstadium" getauft haben.

05.04.2018 / Grüne Spitzen:
Das Bild zeigt ein ganzes Blütenbüschel, das sich gerade erst zwischen seinen Hüllblättern hervorzwängt. Die fünf bis sieben Einzelblüten werden erst in einigen warmen Tagen erkennbar sein. Momentan sind vor allem die Spitzen der Hüllblätter zu sehen, welche die Blüten in der Knospe während des Winters schützen. Die Obstbauern bezeichnen dieses Stadium daher als "Grüne Spitzen".